Praxis Landsberger Allee
 
Ernähren wir uns falsch?

Unser Körper ist darauf eingerichtet nur ein Drittel seiner Nahrung „sauer“ und zwei Drittel „basisch“ aufzunehmen. Das ist genetisch „programmiert“, denn so setzen sich „natürliche“ Nahrung über Jahrtausende zusammen, bevor die industrielle Entwicklung uns überrollte: Mit Jagdglück hin und wieder ein Stück Fleisch oder Fisch, und ansonsten Getreide, Gemüse, frische Pilze, Beeren aus dem Wald – was der Boden so produzieren konnte. Unsere heutige Ernährung hat das Verhältnis umgekehrt. Was wir zu uns nehmen ist überwiegend sauer, Basen sind die Minderheit geworden.

Was ist sauer?

Wenn wir von „sauer „ reden, ist nicht der Geschmack gemeint, sondern, was der Körper mit der Nahrung macht: die Verstoffwechselung. Eingelagerte Säuren entstehen primär aus Quellen, denen man die Säure nicht ansehen kann: Fleisch und Fisch, Weißmehl- und Milchprodukte, Zucker und die Süßigkeiten, Kaffee, Schwarztee, Alkohol, Konservierungsstoffe und auch viele Medikamente sowie Erfrischungsgetränke mit ihrem hohen Zuckergehalt.

Was ist basisch?

Basisch verstoffwechselt werden Obst, Gemüse, Salate jeder Art, Kartoffeln, Kräuter, frische Keimlinge aus Erbsen, Linsen und Kichererbsen. Deshalb essen Sie was Ihnen gut tut. Auch tiefgekühlte Produkte sind erlaubt. Obst und Rohkost möglichst nur bis 14 Uhr essen, denn später behindern sie die Leber bei internen Stoffwechselarbeiten. Säfte sollten möglichst immer frisch im Entsafter und Gemüse im Dampfgarer oder mit Dampfeinsatz zubereitet werden .

Was macht der Körper mit der Säure?

Der Körper nutzt das Bindegewebe als Zwischenspeicher für Säuren, bis sie durch Basen „abgeholt“, d.h. neutralisiert, und über den Blutkreislauf primär über die Nieren mit dem Harn ausgeschieden werden.

Wenn der Bus nicht kommt, wird weiter eingelagert bis die Speicher überlaufen. Die Säure gerät zurück in den Blutkreislauf und nutzt dabei für die notwendige Neutralisation die Basenreserve des Blutes. Ist die erschöpft, mobilisiert der Körper das Knochen-Calcium als Ersatz. Das Ergebnis ist die gefürchtete Osteoporose, von der immer mehr auch jüngere Menschen betroffen sind.

Bevor das geschieht, haben die Säuren lange Jahre Zeit den Zellstoffwechsel behindert, haben die körpereigenen und zugeführten Mineralien zur Neutralisation gebunden und waren deshalb Nährboden für viele Beschwerden und Krankheiten bis zum Krebs. Mit deren Auswirkungen kämpft die Medizin so oft vergeblich, weil die ursächliche Übersäuerung nicht erkannt und nicht behoben wird.

Wo sind die Lagerstätten und wie erkennt man sie?

Frauen parken ihre Säuren primär am Oberarm, Hüften, Gesäß und Oberschenkeln. Auch der ganze Rücken kann betroffen sein. Hier muss die Säure raus durch Ernährungsumstellung, Massagen und mehr Bewegung. Bei Männern sitzen die Säuren verstärkt im Hals- und Schulterbereich (Stiernacken), im Rücken und auch im Oberbauch. Man kann die Lagerstätten durch einen Tastbefund erkennen: die Oberhaut ist mit dem Bindegewebe verklebt. Sie ist fest, fast hart und teilweise kann man die Säuren als Kristalle fühlen. Bei gesundem Gewebe lässt sich die Haut als leichte Falte von der Unterhaut abheben.

Und ziehen Sie die Stressbremse!

Auch die Lebensweise beeinflusst den Säure-Basen-Haushalt! Nicht umsonst sagt man: „Ich bin sauer!“. So ist nicht nur Stress säurebildend, sondern auch umgekehrt - Ihre Gefühle zeigen an, wie sauer Sie sind. Deshalb nehmen Sie den Druck raus und gehen Sie das „Fasten“ locker an. Freuen Sie sich einfach darauf, dass Sie am Ende wieder in ihre Lieblingsjeans passen werden und nebenbei auch noch ihren Körper entgiftet haben - positive Gedanken entsäuern nämlich auch...

10 Stars der Entsäuerung

  1. Apfel: mit über 300 Biostoffen fast ein Alleskönner: seine organischen Säuren stärken die Leber, der hohe Pektingehalt neutralisiert Schadstoffe
  2. Süßkartoffel: sie enthält blutbildendes Eisen und Mangan. Beides unterstützt die körpereigenen Entgiftungsprogramme
  3. Rotkohl: die Ballaststoffbombe aktiviert die Leberfunktion, unterstützt die Darm-Reinigung und kurbelt zudem die Fettverbrennung an
  4. Birne: ein Turbo für den Körper, dank stoffwechselaktivierendem Jod, fördert die Darmtätigkeit und wirkt mit beim Abbau von Schadstoffen
  5. Rote Beete: verbessert die Zellatmung und -aktivität, enthält starke Antioxidanzien und regt durch Betain den Gallenfluss an
  6. Spinat: mit hochkarätigem Wirkstoffgehalt (Vitamin C, B6, E, Selen, Betacarotin) schützt er vor Infektionen und leitet Giftstoffe aus
  7. Kartoffel: das basische Gemüse stimuliert die Nierentätigkeit, entsorgt unerwünschte Fettsäuren und senkt die Blutstoffwerte
  8. Chufas-Nuss: die auch Erdmandel genannte Wurzelknolle ist ballaststoffreich, regt die Verdauung an nd schenkt schöne Haut
  9. Orange: die vitaminreiche Frucht bekämpft den Frühjahrsstress des Körpers sowie Nikotin, Alkohol und zuviel Fett
  10. Fenchel: unterstützt die Niere bei ihrer Filter- und Ausleittätigkeit, saugt Giftstoffe aus dem Darm und senkt den Blutdruck